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Am Anfang war es lange nur eine Idee
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Am Anfang war es lange nur eine Idee

Hej, wir sind Anke und Thomas – und diese App ist aus dem echten Leben entstanden.

Der Wunsch, Erinnerungen zu bewahren

Ich bin Anke, Mutter eines wunderbaren Sohnes, und mein Weg hat mich früh mit Verlust, Krankheit und der Frage konfrontiert, was bleibt, wenn Menschen gehen. Meine Großeltern sind schon lange nicht mehr da. Der Vater meines Sohnes lebt mit einer schweren Diagnose, die sein Leben stark einschränkt und wohl verkürzen wird. Ein guter Freund von mir verstarb unerwartet – und hinterließ seiner kleinen Tochter kaum persönliche Erinnerungen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie kostbar festgehaltene Worte, Geschichten und Gedanken sein können — nicht irgendwann, sondern jetzt.

Auf der Suche nach Möglichkeiten, Erinnerungen zu bewahren, lernte ich Angebote kennen, die schwerkranken Eltern helfen, ihre Lebensgeschichte professionell aufnehmen zu lassen. Diese Arbeit berührt und inspiriert – doch sie kann naturgemäß nur wenigen Familien zugutekommen und ist für viele Menschen körperlich oder organisatorisch nicht umsetzbar. Gerade sehr kranke oder ältere Menschen brauchen eine Lösung, die sich ihrem Alltag anpasst – nicht umgekehrt.

Die ersten Schritte

Aus diesem Wunsch heraus entstand die Idee für einen einfachen, jederzeit zugänglichen Raum für Erinnerungen. Zunächst begann alles klein: mit Fragen per Instant-Messenger-Dienst, die ich Familie und Freunden stellte, um ihre Stimmen und Lebensgeschichten festzuhalten. Es wurde schnell klar, wie viel Kraft und Nähe darin liegt, wenn Menschen ihre Geschichte in ihrem eigenen Tempo erzählen können. Doch organisatorisch und technisch war diese Art der Aufnahme nicht optimal.

Als ich Thomas kennenlernte, brachte er seine eigene Geschichte mit. Er ist Vater von drei erwachsenen Kindern sowie IT-Spezialist. Nach dem Verlust seiner Eltern blieb ihm vor allem ein ausgefülltes Erinnerungsbuch seiner Mutter — ein unschätzbar wertvolles Stück Familiengeschichte. Für ihn war sofort klar, wie wichtig bewahrte Erinnerungen für Angehörige sind und er begeisterte sich direkt für die Idee dies professionell anzugehen.

Die Vision hinter blyven

Gemeinsam wuchs daraus unsere Vision: ein digitaler Ort, der allen Menschen offensteht — unabhängig von Alter, Gesundheit oder Lebenssituation. Eine Möglichkeit, anhand einfühlsamer Fragen Erinnerungen festzuhalten, wann immer es passt, von überall aus und im eigenen Tempo.

So entstand blyven – ein Raum für Geschichten, Stimmen und persönliche Momente. Für Familien, für Generationen – und für alles, was bleibt. Denn Erinnerungen verbinden uns weit über den Moment hinaus.

Unsere Reise beginnt

Noch stehen wir ganz am Anfang dieser Reise. Über jede Rückmeldung zu unserer App sind wir sehr dankbar. Lasst uns bitte wissen, was ihr gut findet und wo wir noch etwas optimieren können. Folgt unserem Blog und unseren Social-Media-Profilen, um noch viel mehr über uns, blyven und unsere weitere Reise zu erfahren.

Bis bald, Anke & Thomas